Unsere Vorstandsmitglieder im Ortsverein Altötting / Mühldorf:

  • Thomas Rebel, Vorsitzender (Fachbereich Gemeiden)
  • Anton Raischl, stellv. Vorsitzender (Fachbereich Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung)
  • Max Kapser (Fachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik)  
  • Elisabeth Greimel (Fachbereich Fachbereich Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung)
  • Gisela Schmitz (Fachbereich Gemeinden)
  • Robert Höll (Fachbereich Ver- und Entsorgung)
  • Johann Leichnam (Fachbereich Fachbereich Telekommunikation, Informationstechnologie, Datenverarbeitung)
  • Angela Rebel (Fachbereich Handel)
  • Carina Rebel (Fachbereich Bund und Länder)
  • Andrea Spitzer (Fachbereich Sozialversicherungen)

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AKTUELLE ÄNDERUNGEN ZUR RENTE

KAB und ver.di organisieren Informationsveranstaltung

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Raum im Altöttinger Gasthof Plankl bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Renten in der vergangenen Woche. Andreas Wachter vom KAB-Sekretariat Altötting und der ver.di-Ortsvorsitzende Thomas Rebel hatten über 60 Zuhörer für den Vortrag des Rentenexperten Dirk Schneider von der deutschen Rentenversicherung interessiert; darunter die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften, Karin Ebensperger, sowie den stv. ver.di-Kreisvorsitzenden, Daniel Berger.
Rentenberater Schneider von der Deutschen Rentenversicherung aus Rosenheim wies dabei auf aktuelle Änderungen in der Rentengesetzgebung hin. Beispielsweise haben sich seit dem 1. Juli die Regelungen bei den Hinzuverdienstmöglichkeiten geändert. War es bisher so, dass Rentner Rentenanspruch verloren, sobald sie mehr als 450 Euro pro Monat hinzu verdienten, so wurde dies nun flexibilisiert. Denn gerade für Menschen mit einer geringen monatlichen Rente ist die Hinzuverdienstmöglichkeit oft sehr wichtig, um ihren Lebensunterhalt überhaupt selbst leisten zu können. Nach der bisherigen Regelung verloren diese Rentner sofort den Anspruch auf Rentenzahlung im entsprechenden Monat, sobald die 450 Euro-Grenze überschritten wurde, beispielsweise aufgrund einer Unachtsamkeit des Zuverdienstgebers.
Die Änderung besteht zunächst nun darin, dass der Zuverdienst nun längerfristig, nämlich jährlich betrachtet wird und der mögliche Gesamtbetrag auf 6300 Euro angehoben wurde. Außerdem ist der Anspruch auf Rente durch ein Überschreiten dieses Wertes nicht sofort komplett verloren, sondern lediglich der Wert, der den Rahmen von 6300 Euro übersteigt, wird zu 40% auf die Rente angerechnet. Auch haben sich die Hinzuverdienstgrenzen bei Teilrenten seit Januar 2017 geändert.
Für den Durchschnittsverdiener in den alten Bundesländern(3022€/ Monat) bedeutet dies, dass er in Zukunft bei einer Teilrente von zwei Dritteln bis zu 1160 Euro hinzuverdienen dürfte; bei der halben Teilrente sogar 1696 Euro und bei Bezug von nur einem Drittel ganze 2231 Euro. Gerade in der momentanen Übergangsphase zur Rente ab 67 und der entsprechenden Altersanpassung bei der Altersrente für Schwerbehinderte, sowie den analogen Änderungen für den vorzeitigen Rentenbezug, gibt es hier zahllose Rechenbeispiele, für die sich die Flexirente lohnen kann, wie Rentenexperte Schneider erklärte. Besondere Vorzüge genießen darüber hinaus langjährig Versicherte, also solche, die 35 Jahre und länger in die Rentenversicherung eingezahlt haben; hierbei gelten aber auch Zeiten, in denen man als arbeitslos – auch ohne Leistungsbezug – gemeldet war. Zu beachten ist beispielsweise auch, dass seit dem Jahr 2005, als für Renten lediglich 50% an Steuern fällig wurden, die Besteuerung bis zum Jahr 2040 schrittweise auf 100% angehoben wird. Genaue Auskünfte kann jede Person über 50 Jahren erhalten, davor ist jedoch keinesfalls eine (Teil)Rentenzahlung möglich. Grundsätzlich würde überhaupt keine Rente bezahlt, wenn man nicht selbständig einen Antrag gestellt hat, sich also mit der Rentenversicherung in Verbindung gesetzt hat. Laut Schneider würden zwar auch Mitarbeiter in Gemeinden und Rathäusern von der Deutschen Rentenversicherung für entsprechende Auskünfte geschult. Eine individuelle Beratung könne man aber in der Regel nur in den Beratungszentren in Rosenheim und München erhalten. Eine Ausnahme bildet die Außenstelle des Altöttinger Landratsamts in der Pater-Joseph-Anton-Straße 14: dort ist jeden ersten und dritten Dienstag im Monat ein Berater der Deutschen Rentenversicherung vor Ort. Allerdings ist hierfür vorab eine Terminvereinbarung unter der kostenlosen Rufnummer 0800/6789100 nötig. 

Bericht und Fotos: Peter Becker

 

Informationsveranstaltung

Informationsveranstaltung

Informationsveranstaltung

Informationsveranstaltung

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Rentenaktionstag des DGB in Altötting 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Altötting führte am heutigen Freitag den 15. September im Rahmen eines bundesweiten DGB Aktionstages eine Rentenaktion in Altötting durch. Mit dieser öffentliche Aktionen möchte der DGB Kreisverband kurz vor der Bundestagswahl darauf aufmerksam machen, dass für die Zukunft der Rente jetzt wichtige Entscheidungen anstehen.

"Wir wollen, dass das Thema Rente nicht von der Politik auf die lange Bank geschoben wird" so Jasmin Geltinger, Kreisvorsitzende des DGB für den Landkreis Altötting. Die CDU/CSU redet die Lage schön und will eine Entscheidung um die Zukunft der Rente mit einer Rentenkommission auf die lange Bank schieben. Bis zum Jahr 2030 sieht sie keinen Handlungsbedarf. Dagegen fordert der DGB den Sinkflug des Rentenniveaus zu stoppen und sich für höhere Renten einzusetzen.

Dazu sagte die DGB Kreisvorsitzende Jasmin Geltinger: „Wir wollen, dass die Parteien dafür sorgen, dass wieder gilt: Wer jahrzehntelang gearbeitet und eingezahlt hat, muss eine Rente bekommen, von der man in Würde leben kann.“

Bericht und Foto: Günter Zellner

 

 

Rentenaktionstag des DGB in Altötting

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